Fakultative Rückversicherung
Anders als bei der obligatorischen Rückversicherung, die komplette Portefeuilles eines Erstversicherers abdeckt, zeichnet der Rückversicherer mit dem fakultativen Geschäft vornehmlich Einzelrisiken. Die Rahmenbedingungen in den Märkten waren im Berichtsjahr jedoch überwiegend vergleichbar.
Auch in der fakultativen (Rück-)Versicherung konnten wir als Auswirkung der Finanzmarktkrise teilweise eine stärkere Nachfrage registrieren. Der Wettbewerb war in fast allen Segmenten unverändert hoch. Auf Rückversicherungsseite bot sich ein gemischtes Bild: Im Allgemeinen blieben die Raten und Konditionen stabil; in einigen Märkten wie Asien und dem Mittleren Osten zeigte die Tendenz nach unten. In manchen Ländern Lateinamerikas hingegen stiegen die Prämien an.
Im Berichtsjahr konnten wir von den Kapazitätsengpässen einiger Rückversicherer profitieren. Allerdings führten die knappen Kapazitäten in der Industrieversicherung weder in Asien noch in Europa zu höheren Preisen. Die für 2009 erwarteten Ratensteigerungen traten daher nur teilweise ein. Sich bietende Chancen, wie beispielsweise im US-Berufshaftpflichtgeschäft für kleine und mittlere Unternehmen oder im Kraftfahrtgeschäft, haben wir genutzt. Generell konnten wir unsere Marktdurchdringung in den USA in diesen Sparten erhöhen.
Wir wachsen nur dort, wo wir eine ausreichende Profitabilität sehen. Insgesamt stieg unser Prämienvolumen im Berichtsjahr an. Unsere Marktposition haben wir in den letzten Jahren kontinuierlich ausgebaut und sehen in der fakultativen Rückversicherung auch weiterhin viel Potenzial für profitables Wachstum.
Die Explosion in einem Wasserkraftwerk in Russland schlug mit einer Nettobelastung von 11,9 Mio. EUR zu Buche. Mit unserer Geschäftsentwicklung in der fakultativen Rückversicherung waren wir im Berichtsjahr zufrieden; die kombinierte Schaden-/Kostenquote betrug 94,9 %.