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West- und Südeuropa

Italien

Die Hannover Rück gehört in Italien zu den führenden Rückversicherern. Trotz eines ausgeprägten Verdrängungswettbewerbs ist es gelungen, unseren Kernbestand an qualitativ hochwertigem Geschäft zu verteidigen und unser Engagement moderat auszubauen. Begünstigt durch ein überdurchschnittliches Rating erschließt sich uns dadurch ein größeres Geschäftspotenzial.

Dennoch streben wir nicht nach Zugewinn von Marktanteilen. Es ist vielmehr unser oberstes Ziel, die Profitabilität unseres Portefeuilles nicht zu beeinträchtigen. Wir sind bestrebt, von margenschwachem proportionalem Geschäft auf profitableres nichtproportionales Geschäft umzuschichten.

Im Ergebnis konnte das Berichtsjahr nicht an die sehr guten Abschlüsse der letzten sechs Jahre anknüpfen. Grund hierfür ist der Großschadenverlauf. Das schwere Erdbeben in den Abruzzen führte für uns zu einer Schadenbelastung von 11,2 Mio. EUR. Das Zugunglück in Viareggio brachte eine Belastung von rund 5 Mio. EUR mit sich.

Frankreich

In Frankreich bewegten sich die Raten im Wesentlichen auf stabilem Niveau. Unser Ziel war es, die Profitabilität unseres Portefeuilles angesichts eines teilweise ungenügenden Prämienniveaus zu erhalten. Dies ist uns weitgehend gelungen. Problematisch zeigte sich immer noch die Kraftfahrtsparte, wo die Preise ungenügend sind. Die Hannover Rück nimmt im Markt die zweitgrößte Position ein, führend sind wir in den Sparten Bauhaftpflicht- und Unfallversicherung.

Im Bereich der Bauhaftpflichtversicherung verfolgen wir eine langfristige Strategie des stetigen Ausbaus. Daher haben wir auch 2009 unser Portefeuille weiterentwickelt. Hier gehören wir mittlerweile zu den Marktführern.

Unser Prämienvolumen haben wir insgesamt ausgebaut. Frankreich war im Berichtsjahr durch einige Naturkatastrophen betroffen, so beispielsweise auch vom Wintersturm „Klaus“. Angesichts eines geringen Anteils am katastrophenexponierten Geschäft blieb die Schadenbelastung hieraus jedoch gering.

Niederlande

Angesichts höherer Kapitalanforderungen zur Erfüllung der Solvency-II-Vorgaben sind in den Niederlanden kleinere Erstversicherer gezwungen zu fusionieren. Diese Entwicklung war auch im Berichtsjahr zu beobachten. Die erhöhten Anforderungen beim Risikomanagement führten schließlich zum Einkauf von mehr Naturkatastrophendeckungen.

In den Niederlanden gilt unser besonderes Interesse dem nichtproportionalen Geschäft. Strategisches Ziel der Hannover Rück ist es, den Anteil der Haftpflichtsparten in den Niederlanden zu erhöhen. So haben wir angesichts einer günstigen Ratensituation im lang abwickelnden Haftpflichtgeschäft unser Portefeuille moderat ausgebaut. Unvermindert harter Wettbewerb herrschte jedoch im Sachgeschäft.

Im Berichtsjahr hatten wir eine hohe Frequenz an Sachschäden zu verzeichnen, sodass sich die Schadenquote gegenüber dem Vorjahr erhöhte.

Unser Prämienvolumen blieb für den niederländischen Markt nahezu konstant.

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