Wirtschaftliche Rahmenbedingungen
Eines der zentralen Themen des Berichtjahrs war die Weltwirtschaftskrise. Das Winterhalbjahr 2008/2009 war gekennzeichnet durch den schwersten Einbruch der Weltwirtschaft seit dem Zweiten Weltkrieg. Insbesondere der scharfe Rückgang des Welthandels zu Beginn des Jahres führte zu einer tiefen Rezession. Sie traf vor allem die großen Industriestaaten, die einen Rekordeinbruch ihrer Wirtschaftsleistung hinnehmen mussten. Seit dem Frühjahr befand sich die Wirtschaft auf einem Erholungskurs. Hierfür maßgeblich war die Stabilisierung an den Finanzmärkten, die vor allem ein Erfolg massiver Interventionen der Notenbanken sowie der Ankündigung staatlicher Stützungen und Garantien für den Finanzsektor war. Auch staatliche Konjunkturprogramme machten sich positiv auf die Realwirtschaft bemerkbar.
Zum Jahresende entspannte sich die Lage an den Weltfinanzmärkten erheblich, und das Wirtschaftsklima verbesserte sich nahezu überall. Auftragseingänge, Produktion und Welthandel haben wieder zugenommen. Erfahrungen früherer wirtschaftlicher Phasen zeigen, dass Rezessionen, die mit Banken- und Immobilienkrisen einhergingen, meist nur langsam überwunden werden.